Montag, 20. August 2018

Avocado-Paste

Ich liebe Avocados. Es gibt sie leider nicht so oft bei uns zu Hause, da ihre Ökobilanz ziemlich mies ist. Für den Anbau von Avocados ist ein unglaublich hoher Wasserverbrauch notwendig und die Transportwege sind so lang, dass ich die köstliche Frucht nicht mehr ruhigen Gewissens wie früher mehrmals in den Sommerspeiseplan einbauen mag.

Diese Woche haben wir allerdings eine Ausnahme gemacht und reifes Avocadofleisch mit Knoblauch, Gewürzen, Salz, Pfeffer, Olivenöl zu einer sämigen Paste zerdrückt und auf Reiscräcker zu Chicoréesalat gegessen. Der Rest schmeckte köstlich zu einer Portion Pasta.


Foto (s): Brigitte Stolle

Sonntag, 19. August 2018

Gemeiner Bienenkäfer

Der Gemeine Bienenkäfer steht unter Naturschutz.


Foto (s): Brigitte Stolle

Samstag, 18. August 2018

Zu Tisch!

Das Staubblatt besteht aus Staubfäden und Staubbeutel … hier mit Insektenbesuch.


Foto (s): Brigitte Stolle

Freitag, 17. August 2018

Sizilianische Brioche mit Eiskugeln

Sizilianische Brioche, gefüllt mit 2 Eiskugeln nach Wahl. Dieses Angebot gab es diese Woche in unserem italienischen Lieblings-Eiscafé in Neckarhausen. Während ich einen erfrischenden und abkühlenden Eiskaffee bestellte, probierte mein Mann das neue Angebot aus. Lecker. Zu Hause habe ich im Internet recherchiert und entdeckt, dass “Brioche con gelato” - Eis im Briochebrötchen eine typische sizilianische Spezialität ist. Beim nächsten Mal nehme ich das auch.


Foto (s): Brigitte Stolle

Donnerstag, 16. August 2018

Schitte bön, Euer Merkwürden !


Foto (s): Brigitte Stolle

Mittwoch, 15. August 2018

Aus spanischen Küchen: Pilz-Tortilla

Eine klassische spanische Tortilla besteht lediglich aus Kartoffeln, Zwiebeln und einer gewürzten Eier-Masse. Die Austernpilze und Champignons haben uns jedoch so freundlich angelacht, dass wir spontan eine Pilz-Tortilla ins Auge fassten. Die Vorgehensweise ist einfach: Rohe Kartoffeln in Würfelchen schneiden und in einer Pfanne mit Olivenöl goldgelb anbraten. Kräuter, Zwiebeln, Knoblauch und klein geschnittene Pilze dazugeben und mitschmurgeln. Rote Zwiebeln wie auf dem Foto müssen natürlich nicht sein, es ist halt fürs Auge schöner. Die Champignons und Tomatenwürfel kommen als letztes dazu. Als Kräuter habe ich Rosmarin, Salbei und Basilikum verwendet. Dann kommt die gut gewürzte Eiermischung darüber und der Deckel auf die Pfanne. Ich habe vorher noch ein wenig mit Champignonscheiben und Rosmarinzweigen herumgarniert. Bei niedriger Temperatur die Eimasse stocken lassen. Die Menge (4 mittlere Kartoffeln, 6 Eier) ist für 4 Personen gedacht. Aber wo vier satt werden, reicht es für zwei natürlich auch. Der Koch, der hier übrigens die Küchenchefin Karla Kunstwadl vertritt, die sich gerade mal wieder in Urlaub befindet, unterzieht die Pilz-Tortilla einer genauen Überprüfung und scheint zufrieden zu sein. Dank der vielen Kräuter ist eine appetitliche grüne Farbe entstanden - lecker, lecker!


Kontrolle - und Freigabe:


Guten Appetit:


Foto (s): Brigitte Stolle

“Mürbs” in Eberbach am Neckar

Eberbach liegt etwas östlich von Heidelberg am Neckar in der Region Rhein-Neckar-Odenwald. Unter anderem gibt es Reste einer mittelalterlichen Stadtmauer und vier altertümliche Türme zu sehen. Unten zum Beispiel ein Foto des Pulverturms. Im Neckartal finde ich den Neckar immer besonders idyllisch und sehenswert. So auch hier. Nach einem Stadtbummel besuchen wir unser Lieblingscafé Reichspost mit seinen unzähligen Bildern und Spiegeln und genießen jeder ein Stück Kuchen. Darüber hinaus gibt es kleine “Kaffeestückchen”, die hier (wie in meinem Elternhaus) als “Mürbs” bezeichnet werden - unerwartete Erinnerungen. Der Konditormeister ist nett und lustig und seine Erzeugnisse oberlecker.

 

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Dienstag, 14. August 2018

Die Fischkinderstube in Edingen-Neckarhausen

Die lange Wartezeit hat sich gelohnt. Am 8. Juni 2018 wurde in Edingen-Neckarhausen die erste Fischkinderstube Baden-Württembergs eingeweiht. Drei Tage später habe ich erstmals dort fotografiert. „Ein Schmuckstück für Artenvielfalt“ freut sich die Rhein-Neckar-Zeitung und der Mannheimer Morgen nennt das Biotop ein „idyllisches Naherholungsgebiet“. Das künstliche Seitengewässer, das zwischen den Ortsteilen Edingen und Neckarhausen direkt neben dem Neckar angelegt wurde, ist rund 320 Meter lang, 55 Meter breit und bis zu vier Meter tief. Es soll aber nicht nur Erholungssuchende und Spaziergänger ansprechen, sondern in erster Linie Fischen als Rückzugs- und Laichgebiet günstige Bedingungen für ihre Eier und die Nachkommenschaft bieten, um so die Artenvielfalt zu fördern. Bereits 12 verschiedene Fische wurden bei Untersuchungen der Fischkinderstube gezählt. Ferner sollen ganze Schulklassen die Möglichkeit erhalten, die steinernen Sitzgelegenheiten unter dem großen Sonnensegel als Freilicht-Klassenzimmer zu nutzen.

Mir gefallen die ruhigen Spaziermöglichkeiten rund um das Gewässer, die vielen Sitzbänke, die Blickkontakte zum Neckar mit Schiffegucken, die vielen Informationstafeln, die zahlreichen Wasservögel, die sich eingefunden haben und das große Sonnensegel als Schutz an heißen Tagen.

Was mir weniger gefällt sind die Hinterlassenenschaften eines Grillabends inklusive des Einweggrills, Leute, die auf dem kleinen Gewässer eine Art Stehpaddeln („Stand-up-Paddling“) praktizieren und Hundebesitzer, die ihren Husky an der langen Leine lassen, damit er die Gänse- und Entengesellschaft zu Tode erschrecken und mal so richtig aufmischen kann.

 Fischkinderstube 1: Fotos vom Juni 2018:


Fischkinderstube 2: Fotos vom August 2018:

 


Neben Kanadagänsen und Schwänen hat sich auch ein Reiher eingestellt:


Verbindung zum Neckar … Schiff von rechts:


Foto (s): Brigitte Stolle

Montag, 13. August 2018

Karla Kunstwadl bereist Deutschlands Osten

Reisemurmeltier Karla Kunstwadl wurde von Margit auf eine Wohnmobilreise in den Osten Deutschlands eingeladen. Absolutes Neuland für Karla – und auch für mich, die ich hinterher Margits Bilder (hoffentlich richtig) sortiert und hier eingestellt habe. Die Fotos und schönen Collagen stammen ohne Ausnahme von Margit.

Im nächsten Bild sehen wir Karla in Bad Schlema. Der Kurort liegt im Erzgebirge und ist als Radonheilbad bekannt. Es gibt einen Kurgarten und für ornithologisch Interessierte eine Greifvogelwarte. Auf dem Foto sieht man Karla Auge in Auge mit einem Seeadler. Mutig, Frau Kunstwadl!

Karla Kunstwadl am Forstteich bei Lindenau an der Silberstraße im Sächsischen Erzgebirge. Auch bei einer Bildungsreise gehört Erholung unbedingt mit dazu. Du hast es dir redlich verdient, Karla!


Mal kurz nach Oberfranken/Bayern. Schwarzenbach am Wald liegt im Naturpark Frankenwald. Es wird entlang des Skulpturenweges gewandert. Am Ende des Weges geht Karla Kunstwadl in die Heidelbeeren und wird fündig, hurra. Jetzt wird die Beere aber mit beiden Händen festgehalten, damit sie nicht entwischen kann. Das reicht aber nicht für eine Konfitüre, Frau Kunstwadl!

 


Die Unstrut entspringt im Thüringen und mündet bei Naumburg in die Saale. Hier wagt sich Karla ins Paddelboot. Sportlich, sportlich, Karla!


Zu Dresden braucht man nicht viel zu sagen: Hauptstadt des Freistaates Sachsen, an der Elbe gelegen, Residenzschloss mit Dresdner Zwinger, Frauenkirche, Semperoper. Vieles davon hat Frau Kunstwadl gesehen, nur für den Dresdner Stollen (*namnam*) war es nicht die richtige Jahreszeit. Übe dich in Geduld, Frau Kunstwadl!

 

Sie gehört unbedingt dazu: die Wartburg in Thüringen, hoch über der Stadt Eisenach gelegen. Hier versteckte sich der Reformator Martin Luther als „Junker Jörg“ und übersetzte das Neue Testament in nur 11 Wochen aus dem Altgriechischen ins Deutsche. Hättest du das auch so schnell hingekriegt, Karla?

 


Fotos und Collagen: Margit H.

Sonntag, 12. August 2018

Zwetschgenröster

Bekannte von uns haben einen großen Zwetschgenbaum im Garten stehen. Die diesjährige Ernte fiel reichlich aus; die Früchte wurden zu köstlichen Kuchen verbacken und verschenkt. Wir haben außer einigen Stücken Zwetschgendatschi 2,5 kg Zwetschgen erhalten. Feste, reife Früchte, aromatisch und mit nur wenigen tierischen Untermietern, obwohl zu keiner Zeit gespritzt wurde. Von der reichlichen Menge mussten wir maximal 10 Zwetschgen wegwerfen. Was tun mit dem leckeren Geschenk? Zuerst haben wir die Früchte im Vorbeigehen abgewaschen, entsteint und in den Mund gesteckt. 20 Stück am Tag, aber davon wurde der Obstberg nur unwesentlich kleiner. Einige schmeckten im Frühstücksmüesli gut. Dann erinnerte ich mich an meine Oma und ihre böhmisch-österreichische Küche: da gab es Zwetschgenknödel, Powidldascherln und Zwetschgenröster

Da ich einfache und schnelle Rezepte bevorzuge, habe ich mich für die Zwetschgenröster entschieden. Bei meiner Recherche habe ich Rezepte mit 2 bis 10 und mehr Zutaten gefunden. Außer den Früchten selbst kommen z. B. Butter, Zucker, Honig, Apfelsaft, Zwetschgenschnaps, Zimt, Vanille, Gewürznelken … zum Einsatz. Das braucht es meines Erachtens nicht unbedingt. In einem alten Wiener Kochbuch wurden nur Zwetschgen und Staubzucker (= Puderzucker) verwendet.

Meine Variante I: Die Zwetschgen werden gewaschen, entsteint, halbiert oder geviertelt, mit 1 Esslöffel Zucker vermischt. Man zerlässt ein kleines Stückchen Butter in der Pfanne, tut die Früchte dazu und gart sie unter mehrmaligem Umrühren in einer Pfanne oder einem Topf bei mittlerer Temperatur, bis die Zwetschgen weich sind und von einem Film aus karamellisiertem Zucker appetitlich überzogen sind. Wer mag, gibt gleich zu Anfang noch einen Teelöffel Honig dazu.

Variante II ohne Butter: Hierbei wird Puderzucker auf dem Pfannenboden verteilt, die vorbereiteten Zwetschgen darauf verteiltund weiter verfahren wie oben.

Wenn die Schalen ihre blaue Haut gegen eine rötlich-braune Farbe eintauschen und sich langsam eine Karamellsauce bildet, sind wir auf dem richtigen Weg.

So sehen für mich die idealen karamellisierten Zwetschgenröster aus:

Am Ende sollten die Früchte weich sein, aber ihre Form behalten und nicht zerfallen. Die Karamellsauce sollte die Zwetschgen lediglich überziehen und eher dickflüssig sein. Ist die Sauce während der Zubereitung zu sehr verdampft, kann noch ein Schlückchen Apfelsaft dazugeschüttet werden, dann aber noch ein wenig bis zur richtigen Konsistenz aufkochen.


Zwetschgenröster kann man zu Waffeln, Pfannkuchen, Kaiserschmarrn essen, mit Eis oder Pudding - oder wie hier mit geschlagener Sahne.


Foto (s): Brigitte Stolle

Samstag, 11. August 2018

Kribbel-krabbel-Tierchen

Kibbel-Krabbel-Tierchen vom heutigen Tag: ein Großes oder Grünes Heupferd und ein Marienkäfer. Letzterer hat so nette Trivialnamen wie Mariechenkäfer, Frauenkäfer, Herrgottskäfer, Glückskäfer, Sonnenkäfer, Rotkälbchen …


Foto (s): Brigitte Stolle

Freitag, 10. August 2018

Mit Karla Kunstwadl in Bad Wörishofen

Nachdem es unserem Reisemurmeltier Karla Kunstwadl in Bad Wörishofen so gut gefallen hatte (Klick HIER), wurde sie von Volker & Julia erneut dorthin mitgenommen und verbrachte schöne Tage in der Kneippstadt mit Wassertreten, Essen & Trinken, Heilpflanzen und Kunst im Kurpark. Auch der Ausflug zum Kloster Irsee (die drei letzten Bilder) inkl. Brauereimuseum (Bild: Flaschenspüler- und -füllerei) hat ihr gut gefallen. Die Fotos stammen dieses Mal nicht von mir, sondern von V&J.

 


Alle Bilder von V&J

Donnerstag, 9. August 2018

Rohkost-Gemüse-Türmchen

Bei Temperaturen um 35 °C hat man weder Lust zu kochen noch etwas Warmes zu essen. Was uns durch diese heißen Tage begleitet, ist viel Obst, Gemüse und die unten abgebildeten Rohkost-Gemüse-Türmchen (Kohlräbchen, Gurke, Tomate, Radieschen, Chicorée, Kräuter …). Die einzelnen Komponenten werden mit Quark oder Ähnlichem zusammengehalten.


Foto (s): Brigitte Stolle

Mittwoch, 8. August 2018

Besuch bei den Rothaarigen

Die schottischen Hochlandrinder in Mannheim-Seckenheim sind sehr neugierig und freuen sich immer über Besucher. Bei diesen heißen Temperaturen werden die Armen von Fliegen gepiesackt.


Foto (s): Brigitte Stolle

Dienstag, 7. August 2018

Die weiße Katz von Weinheim

Bei fast allen Besuchen im Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim begegnet sie uns: die weiße Katze.

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Montag, 6. August 2018

Oldtimertreffen

Leutershausen an der Bergstraße (Baden-Württemberg). Hier findet mehrmals im Jahr das beliebte Oldtimertreffen statt. Beim letzten Treffen sind die folgenden Bilder entstanden:


Und hier noch ein Mitbringsel aus dem Chiemsee-Urlaub

(entdeckt in Prien am Chiemsee):


Foto (s): Brigitte Stolle

Sonntag, 5. August 2018

DIE Feldwies oder: Der Chiemsee mal von der anderen Seite

Übersee ist eine Gemeinde im oberbayrischen Landkreis Traunstein und liegt am Südufer des Chiemsees. Ein Ortsteil von Übersee nennt sich “die Feldwies” (der Artikel gehört unbedingt mit dazu). “Die Feldwies” ist einerseits der Name der Halbinsel, die in den Chiemsee hineinreicht - andererseits heißt auch der Ort im Süden dieser Halbinsel “die Feldwies“. Gar nicht so unkompliziert. Hier ein paar Impressionen von der Feldwieser Bucht:

 
Foto (s): Brigitte Stolle

Samstag, 4. August 2018

Traunstein

Zum Frühstück nach Traunstein. Wir sitzen in einem Café auf dem Stadtplatz zwischen St.-Oswald-Kirche und Jacklturm. Im historischen Stadtkern liefert das Hofbräuhaus Traunstein noch ganz traditionell das Bier mit Pferdekutschen aus.


Foto (s): Brigitte Stolle

Freitag, 3. August 2018

Bauernhausmuseum Amerang - Impressionen

Das Bauernhausmuseum in Amerang blickt zurück auf 500 Jahre bäuerlichen Alltag in Oberbayern. Inmitten von Streuobstwiesen, kleinen Bauerngärten und Mini-Ackerflächen präsentieren sich Bauernhäuser, Nebengebäude, technische Anlagen … die an ihrem ursprünglichen Standort sorgfältig zerlegt, abgebaut und nach Amerang transportiert wurden. Jedes Haus hat seine eigene interessante Geschichte, in die man sich anhand zahlreicher Informationstafeln einlesen kann. Siehe auch “Reiben, drehen und walzen mit Karla Kunstwadl” und “Karla Kunstwadl bewundert ein Bienenhaus“.

 

 

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Donnerstag, 2. August 2018

Reiben, drehen und walzen mit Karla Kunstwadl

Das Freilichtmuseum in Amerang zeigt oberbayrische Bauernhöfe und Handwerksgebäude der letzten 500 Jahre. Alle Häuser der Anlage sind Originale, die mit großem Arbeitseinsatz an ihrem ursprünglichen Standort zerlegt, abgebaut und auf dem Museumsgelände wieder aufgebaut wurden. Hier liegen sie nun in schöner ländlicher Umgebung zwischen Gärten und Streuobstwiesen. Gerade im Sommer laden die Gemüse- und Blumengärten zum Besichtigen und Verweilen ein. Das Museum legt Wert darauf, dass auch historische Gemüse-, Getreide- und Obstsorten, die heute fast in Vergessenheit geraten sind, wieder in Erinnerung gerufen werden.

Wir besichtigen u. a. die Furthmühle, die 1896 in Rudelzhausen (Landkreis Freising) gebaut wurde. Der Zustand der Mühle, wie wir sie heute in Amerang vorfinden, spiegelt die 1950er-Jahre wider. Im Gebäude ist die Wohnung des Müllers und seiner Familie untergebracht, in der Mahlstube gibt es drei Mahlstühle, die mit Wasserkraft betrieben wurden. Im Ergeschoss zeigt eine kleine Ausstellung “Getreidesorten und deren Verarbeitung”.

Reisemurmeltier Karla Kunstwadl durfte an Modellen verschiedenen Mahlgänge (reiben, drehen, walzen) ausprobieren. Reibsteine gehören zu den ersten Werkzeugen der Menschheit und sind die ältesten Vorläufer der Mühlen. Bild 2 zeigt einen feststehenden Bodenstein, auf dem der bewegliche Läuferstein gedreht wird. Mahlmaschinen mit Walzen (drittes Foto) haben sich in Mitteleuropa ab circa 1850 durchgesetzt.

Vom Korn zum Mehl.
Karla Kunstwadl reibt …

 
… dreht …


… und walzt.


Alte Getreidesorten - Roter und weißer Emmer:


Champagner-Roggen:


Zur Belohnung darf Karla auch mal von der Auszognen abbeißen.
(Auszogne oder Knieküchle sind eine bayrisch-östereichische Schmalzgebäck-Spezialität aus Weizenmehl und Hefe)


Foto (s): Brigitte Stolle

Karla Kunstwadl bewundert ein Bienenhaus

Im Bauernhausmuseum Amerang, das original eingerichtete Bauernhäuser, zahlreiche ländliche Nebengebäude und technische Anlagen präsentiert, kann dieses wunderschöne Bienenhaus (Apiarium) bestaunt werden. Die Imkerei galt als wichtiger Bestandteil der bäuerlichen Selbstversorung. Das Bienenhaus im Amerang, das Raum für 100 Völker bietet, hat einst ein Knecht gebaut. Als er heiratete und seinen Arbeitsplatz wechselte, baute er es Stück für Stück wieder ab und versetzte das Bienenhaus auf den neuen Hof. Es besteht aus Holz und ist geschmackvoll bemalt, wobei die Einfluglöcher farblich markiert sind, um den Bienen den Weg zu weisen. Heute weiß man, dass sich Bienen weniger an Farben als an Formen und Kontrasten orientieren. Auch das ist hier gegeben. Ein Traum für Imker und Imkerinnen. Karla Kunstwadl war mehr als begeistert.

 

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Dienstag, 31. Juli 2018

Pizza Napoletana & Pizza Vegetariana

Zwei Wochen Chiemseeurlaub mit fast immer sonnigem Wetter und nur 1 Gewitter- und Regentag. Dass dieser Tag genau auf den Termin fallen musste, an dem wir direkt am See eine Pizza essen wollten, war Pech. Gerade als wir Richtung “Al Dente” aufbrachen, wurde es dunkel und dunkler, es begann zu grummeln und ein paar Blitze waren auch zu sehen. Also schnell den Schirm geschnappt und sich eilig zur Pizzeria begeben, wo in den Innenräumen schon fast alles besetzt oder reserviert war. Die beiden Pizzen waren zum Glück lecker wie gewohnt und als wir das Restaurant verließen, saßen schon wieder einige Mutige (oder Raucher) draußen im Freien am See und bewunderten den goldfarbenen Sonnenuntergang.

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Montag, 30. Juli 2018

Herz aus Stein

Die Tiroler Ache (Achen) entspringt in den Kitzbühler Alpen und mündet bei Grabenstätt in den Chiemsee. Unser Lieblingsplätzchen für das Suchen und Finden von “Fleisch- und Wurstwaren”-Steinen sind die Kiesbänke der Ache in der Nähe von Schleching. Hier ist die Ache fast noch ein Wildfluss zu nennen, der in seinem breiten und unbegradigtem Bett liegt. Zuerst sieht und findet man NICHTS. Bei sonnigem, trockenem Wetter wirken die Steine alle gleich: hellbraun, grau, staubig, langweilig. Es lohnt sich aber, das eine oder andere Fundstück ins Achenwasser zu tauchen. Erst dann tritt die eigentliche Farbe zutage und man sieht intensive Braun- und Rottöne, auch grün ist nicht selten.

Das Lustige ist, dass ganz viele der gesammelten Kieselsteine Ähnlichkeit mit Fleisch- und Wurstwaren aufweisen. Eine ganze Metzgerei-Theke könnte man zusammenstellen. Ein bisschen Fantasie sollte man aber mitbringen. Wir fanden rohe und gegarte Fleischwaren, Geräuchertes, Mageres und Fettes. Man sieht ein Stück rohes Rindfleisch, das mit Sehnen und Flechsen über- und durchzogen ist und auch die nötige Speckschicht ausweist, damit das Fleisch nach dem Braten nicht zu trocken wird. Auch ein rohes Hühnerherz habe ich ausgemacht. Und hier: ist das nicht Pfälzer Lewwer-, Griewe- und Blutworscht? Karla Kunstwadl, die Fleisch- und Wurstwaren überhaupt nicht mag, hat ein mehliertes Roggenbrötchen und sogar ein Gurkerl entdeckt. Siehe auch “Steinharte Wurst- und Fleischwaren” vom Oktober 2015.

Wenn man vor lauter Begeisterung den einen oder anderen Stein mit nach Hause nimmt, wird man beim Auspacken enttäuscht sein: trocken und fad sehen die Mitbrinsel aus. Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder man legt die Steine ständig ins Wasser oder man behandelt sie mit Klarlack. Ich habe noch einen farblosen Nagellack, den ich sicher nicht mehr brauche, und werde die Kiesel damit zum Glänzen bringen.

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Sonntag, 29. Juli 2018

Kirche St. Margareta zu Baumburg

Das Kloster Baumburg ist ein ehemaliges Chorherrenstift. Die Gründung des Stifts “St. Margareth zu Baumburg” geht auf das Jahr 1108 zurück. Nach zahlreichen Um- und Neubauten sowie Restaurierungen ist die heutige Kirche St. Margareta entstanden. Die beiden typischen Zwiebelchen erhielten die Zwillingstürme erst im 17. Jahrhundert. Auf dem ehemaligen Klostergelände findet man unter anderem das Pfarrhaus, die Klosterbrauerei Baumburg, das Gasthaus Braustüberl, ein Kräutergärtlein und den kleinen Goldfischteich, in dem sich Kirche samt Zwiebeltürmchen so hübsch spiegeln. Ein schönes Fotomotiv! Wie oft ich diese Spiegelungen im Laufe der Jahre abgelichtet habe, kann ich gar nicht mehr sagen. - Übrigens weist eine Infotafel darauf hin, dass durch das Klostergelände der 48. Breitengrad verläuft. - Auf der schattigen Terrasse des Klosterstüberls freuen wir uns an einem Kaffee und einem köstlichen Mascarpone-Himbeer-Kuchen.

 

 

 

 
Foto (s): Brigitte Stolle

Samstag, 28. Juli 2018

Chiemsee-Räucherfisch: Brachse und Schied

Wenn man schon mal so ein Angebot direkt vor der Haustüre hat, sollte man es nutzen. Der am Morgen frisch geräucherte Chiemseefisch liegt abends auf unseren Tellern. Neben einer Brachse (Brasse) haben wir dieses Mal ein Stück Schied, den man auch als Rapfen kennt (auf dem Foto der dunklere Fisch). Dazu schmecken Brezen, Radi, Radieserl - und natürlich ein Glas Bier.

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Der Jachthafen in Seebruck

Im kleinen Jachthafen in Seebruck am Chiemsee kann man zahlreiche Segelboote und einige Jachten bestaunen - oder ein Boot mieten und selbst in See stechen. Die Atmosphäre ist, zumal wenn der Himmel wolkenlos blau ist, fast maritim zu nennen. Hier einige Impressionen:


Foto (s): Brigitte Stolle

Freitag, 27. Juli 2018

Seebruck am Chiemsee: Keltenboot

Das “Keltenboot” ist seit dem Jahr 2007 am Chiemseeufer in Seebruck zu sehen. Umgangssprachlich wird das Kunstwerk auch als die “Chiemseefischer” bezeichnet, obwohl dieser Titel meines Erachtens nicht so recht passt; für mich sehen die Figuren eindeutig kriegerisch und nicht wie harmlose Fischer aus. Es ist ein beeindruckendes Bild für Spaziergänger an der Uferpromenade, wenn das Boot plötzlich im Schilf sichtbar wird. Das “Keltenboot” stammt von Walter Angerer dem Jüngeren, der 1940 in Bad Reichenhall geboren wurde.


Foto (s): Brigitte Stolle

Frischkäsebrezen und Nussbeugerl

Beim Bäcker Stumhofer in Chieming, wo man auch gutes Vollkornbrot kaufen kann, gibt es auf der kleinen Terrasse Kaffee und Brezen. Dieses Mal haben wir uns als Belag Frischkäse mit ganz viel Schnittlauch ausgesucht, lecker. Für den Nachmittag werden unsere seit vielen Jahren beliebten Nussbeugerl und Muesli-Schnitten mitgenommen. Ein Chiemsee-Urlaub ohne Nussbeugerl: unvorstellbar :-)

Foto (s): Brigitte Stolle

Donnerstag, 26. Juli 2018

“Oberförsterswittwe” Katharina Thoma

Die Kirche St. Thomas und St. Stephan in Seebruck liegt mit ihrem kleinen Friedhof wirklich wunderschön - inklusive Blick auf den Chiemsee. Auf dem kleinen Friedhof findet man neben den für die Region typischen schmiede- bzw. gusseisernen Grabkreuzen auch die Ruhestätte der “Oberförsterswittwe” Katharina Thoma, der Mutter des Schriftstellers Ludwig Thoma, der u.a. die bereits HIER erwähnten “Lausbubengeschichten” schrieb.


Foto (s): Brigitte Stolle

Römergarten Seebruck am Chiemsee

Gegenüber des Römermuseums BEDAIUM in Seebruck am Chiemsee befindet sich der so genannte Römergarten, ein kleines Areal mit Ruhebank, das Pflanzen und Sträucher zeigt, die schon die “alten Römer” in ihren Gärten kultivierten. Die Römer haben uns ja nicht nur die Reben und damit den Wein beschert, sondern viele unserer heutigen Nutz- und Zierpflanzen gehen auf sie zurück: Rosen und andere schöne Blumen, aber auch zahlreiche Hülsenfrüchte und Gemüsesorten, Apfel-, Kirsch-, Walnuss- und Edelkastanienbäume haben wir ihnen zu verdanken. Der Römergarten in Seebruck ist recht klein, aber mit Infotafeln ausgestattet - und man kann auf einer Bank zwischen blühenden Rosen sitzend entspannt auf den Chiemsee gucken. Sehr hübsch.


Foto (s): Brigitte Stolle

Mittwoch, 25. Juli 2018

Wasserhinkel auf der Alz

Die Alz verlässt den Chiemsee als Abfluss bei Seebruck und mündet nach circa 60 Kilometern in den Inn. Hier haben wir ziemlich lange ein Blesshuhn (Blässhuhn, Blessralle) mit Küken beobachtet. Namensgebend ist das weiße Hornschild über dem Schnabel: die Blesse. Bei uns in der Pfalz nennt man dieses Tier auch “Wasserhinkel” :-) Typisch sind die Zehen mit den Schwimmlappen. Unermüdlich ist der Altvogel mit der Futtersuche beschäftigt, wobei er sich dauernd auf Tauchgang befindet. Sechs ständig bettelnde Küken habe ich gezählt. Blesshühner sind Allesfresser. Auf ihrem Speisezettel stehen Pflanzen, Muscheln, Schnecken und kleine Fische. Kaum wieder aufgetaucht, wird die Beute den unersättlichen Küken sofort in die Schnäbelchel gesteckt. So ein Elterntier kann einem leid tun, wird eigentlich selbst auch etwas gefressen? Nach so einem Tag muss man ja völlig erschöpft sein.

 

 


Tschüss, ihr Wasserhinkel !


Foto (s): Brigitte Stolle

Dienstag, 24. Juli 2018

Hohenaschau & Kampenwandseilbahn

Hohenaschau ist ein Ortsteil von Aschau im Chiemgau. Das Schloss Hohenaschau ist aus einer Höhenburg entstanden und liegt oberhalb des Ortes auf dem Rücken eines Felsens. Jahrhunderte lang im Besitz der adeligen Familie Hohenaschau, dient das Schloss heute als Erholungs- und Ferienheim.

Die Kampenwandseilbahn fährt mitten hinein in die Chiemgauer Bergwelt. Die Kampenwand gilt als DER Aussichtsberg im Chiemgau. In circa 1.500 Meter Höhe hat man einen unvergesslichen Blick auf den Chiemsee. Mit den bunten 4-Personen-Gondeln beträgt die Fahrtzeit nach oben eine gute Viertelstunde. In diesem Jahr haben wir nur ein paar Fotos von der Aschauer Talstation aus gemacht. Im Oktober 2015 waren die langsam im Nebel verschwindenden Gondeln ein interessantes Fotomotiv: HIER.

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Montag, 23. Juli 2018

Von Hittenkirchen nach Aschau im Chiemgau

Von Hittenkirchen geht es weiter nach Aschau. Es handelt sich im Folgenden um “Unterwegsbilder“, die aus dem fahrenden Auto heraus entstanden sind. Lichtreflexe auf der Frontscheibe waren nicht immer zu vermeiden. Zu sehen ist dort unter anderem die Kampenwandbahn und Schloss/Burg Hohenaschau.

Fahrt von Hittenkirchen nach Aschau:


Foto (s): Brigitte Stolle

Sonntag, 22. Juli 2018

Unser Picknick-Plätzchen in Hittenkirchen mit Chiemseeblick

Hittenkirchen ist ein Ortsteil von Bernau am Chiemsee. Auf einer Anhöhe steht eine kleine Kapelle, deren Name ich leider noch nicht herausbekommen habe. Einen Parkplatz gibt es auch. Wenn man eine der wenigen Bänke oder gar den einzigen Tisch hier oben ergattern konnte, hat man beim Picknicken einen unvergleichlichen Blick auf den Chiemsee. In diesem Jahr war während unserer Anwesenheit kein Mensch zu sehen, der Tisch war frei - aber unser Picknick hatten wir in der Ferienwohnung liegen lassen. Also: ärgern, Blick genießen und sich wieder freuen. - In Hittenkirchen hatte übrigens die Schauspielerin Elisabeth Flickenschild (1905-1977) bis 1976 ein Pferdegestüt mit Landwirtschaft. Hier ist sie auch begraben. Das ist in jedem Reiseführer nachzulesen. Bloß, wer kennt diese Dame heute noch? Ich habe sie in Kleists “Der zerbrochene Krug” gesehen und natürlich in Ludwig Thomas Lausbubengeschichten (als die Tante mit dem Papagei).

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Samstag, 21. Juli 2018

Heute frisch geräucherte Fische, dazu ein bayerisches Bier

In Bayern gibt es viele auch kleine und kleinste Brauereien, Braustätten und Hausbrauereien. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren es noch 30.000. Laut statistischem Bundesamt sind es heute immer noch über 600. Die meisten davon findet man in Franken, das sich durch die größte Brauereidichte der Welt auszeichnet, aber auch in unserer Urlaubsregion am Chiemsee - ob Landkreis Traunstein oder Landkreis Rosenheim oder … man wird fündig und wenn man wollte, könnte man an jedem Urlaubstag ein anderes bayerisches Bier verkosten. Lecker und süffig sind sie alle. Ein frisch geräucherter Fisch, z. B. aus dem Chiemsee, schmeckt wunderbar dazu.

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Freitag, 20. Juli 2018

Waging

Waging am See ist ein hübscher Ort im Landkreis Traunstein. Direkt am Waginger See liegt Waging am See allerdings nicht. Ich schätze eine Entfernung von 2 Kilometern Luftlinie. Vor Kurzem sah man im Fernsehen eine Reportage aus den 60er-Jahren. Es wurde berichtet, dass Seen bei den Touristen so beliebt waren, dass man “Waging” kurzerhand in “Waging am See” umgetauft hatte. Siehe auch: Waging an einem trüben Oktobertag und Bajuwarenmuseum - Fehlanzeige.


Foto (s): Brigitte Stolle

Donnerstag, 19. Juli 2018

Stille Nacht in Oberndorf

Ein komisches Gefühl ist es schon, mitten im heißen Juli einen Blog-Eintrag zu einem Weihnachtslied zu machen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir vor einigen Jahren im österreichischen Oberndorf (Bundesland Salzburg) unterwegs waren und ich plötzlich das Hinweisschild auf die “Stille-Nacht-Kapelle” entdeckte. Was war denn das? Kannst du noch mal zurückfahren?, sagte ich zu meinem Mann - und wir waren dem Ursprung des wohl berühmtesten Weihnachtsliedes “Stille Nacht, heilige Nacht” ganz nahe. Am 24. Dezember 1818 ist das Werk in der St. Nikolaus-Kirche, die seinerzeit hier stand, erstmals aufgeführt worden. Später wurde zu Ehren des Liedes und seiner Urheber die Stille-Nacht-Kapelle am Stille-Nacht-Platz erbaut. Der Text des Liedes stammt von Josef Mohr, die Melodie von Franz Xaver Gruber. Erst seit 1995 weiß man, dass Text und Melodie nicht am selben Ort (also in Oberndorf) entstanden sind, sondern dass Herr Mohr seinen Text 1816 in Mariapfaff verfasste, wo es seit 2002 ebenfalls ein Stille-Nacht-Museum gibt - und in Salzburg sowieso.

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Mittwoch, 18. Juli 2018

Salzachschleife

Blick von Oberndorf (Österreich) nach Laufen (Deutschland). Ich kenne die Saarschleife, die Neckarschleife - nun auch die Salzachschleife. Idyllisch sieht das aus. Die imposante Brücke, die beide Orte miteinander verbindet, habe ich HIER gezeigt.

 
Foto (s): Brigitte Stolle

Dienstag, 17. Juli 2018

Schloss Pertenstein, am Ufer der Traun gelegen

Chiemsee-Urlaub 2018. Das Schloss Pertenstein ist ein Wasserschloss und liegt idyllisch am Ufer der Traun. Im Jahr 1290 wurde es als kleiner Adelssitz erbaut. Das über 700 Jahre alte Schmuckstück erfuhr vor einigen Jahren eine umfangreiche Restaurierung und ist heute eine beliebte Kulisse für privaten Feiern und “Events” aller Art, für Hochzeiten, Jubiläen, Kunstmärkte, Ausstellungen und Aufführungen.


Foto (s): Brigitte Stolle

Montag, 16. Juli 2018

Eis in Traunreut

Von der Stadt Traunreut weiß ich (im Gegensatz zu Traunstein) nicht viel zu berichten, außer dass sie erst nach dem 2. Weltkrieg entstanden ist und ihr Name “Rodung an der Traun” bedeutet. Ich weiß jedoch, dass es dort ein Eiscafé mit besonders leckerem Eis gibt.


Foto (s): Brigitte Stolle

Keltengehöft Stöffling

Chiemsee-Urlaub 2018. Allzu viel wissen wir nicht über die Kelten; sie gelten als „geheimnisvolles“ Volk. Es gibt keine schriftlichen Überlieferungen und die archäologischen Ausgrabungen und Funde sind im Vergleich zu anderen Kulturen eher dürftig. Das kleine keltisch-römische Freilichtmuseum, das 2007 im Weiler Stöffling bei Seebruck (Römermuseum Bedaium) so realistisch wie möglich errichtet wurde, steht nicht zufällig an dieser Stelle, sondern es wurden hier Tausende keltischer Münzen aus Gold, Silber und anderen Metallen sowie mehrere Fibeln gefunden. Dadurch konnte man einen ungefähren Besiedelungszeitrum von 250 bis 30 vor unserer Zeitrechnung eingrenzen. Wie sieht dieses Keltengehöft aus? Innerhalb eines Flechtwerkzaunes stehen vier Blockgebäude aus Rundhölzern, die die Lebensbereiche Wohnen, Vorrats- und Tierhaltung widerspiegeln. Stroh- bzw. Schilfdächer passen zu der Nähe des Flusses Alz sowie zum Getreideanbau, der neben der Viehzucht und der Jagd die Lebensgrundlage der Bevölkerung bildeten. Daneben findet man Schindeldächer, zum Teil mit Steinen beschwert, um bei Stürmen und Unwettern ein Abrutschen der Schindeln zu verhindern. Die Kelten gelten als geschickte Handwerker, sie konnten Holz durch Meißeln, Sägen und Bohren bearbeiten, auch der Gebrauch von Eisen war ihnen nicht fremd: Neben Holz- wurden auch Eisennägel gefunden, Balken wurden durch Eisenklammern zusammengehalten. Die der Keltenzeit nachempfundenen Gebäude wurden übrigens von motivierten SchülerInnen der Traunsteiner Berufsschule unter fachlicher Anleitung in mühevoller Handarbeit und viel Liebe zum Detail aufgebaut.

Umso trauriger ist, was ich beim Schreiben dieser Zeilen zufällig herausfand. Noch vor wenigen Wochen haben wir das Keltengehöft Stöffling besichtigt. Ende Juni / Anfang Juli 2018 wurde das Freilichtmuseum vom Stamm der Vandalen heimgesucht. Nach Rattenart (Entschuldigung an alle Ratten) kamen diese im Dunkel der Nacht und verschwanden nach ihrem Wüten unerkannt, wobei sie neben Bierflaschen-Scherben einen Sachschaden von rund 4.000 EUR hinterließen.

 

 

 
Foto (s): Brigitte Stolle

Sonntag, 15. Juli 2018

“Unsere” Rosenterrasse

Chiemsee-Urlaub 2018. Direkt vor der Ferienwohnung: der Garten mit Freisitz und prachtvoller Rosenhecke. Mitten in den Rosen sitzt Karla Kunstwadl, unser Reisemurmeltier, mit einer Mozartkugel. Schließlich ist Salzburg nicht weit. Die Rosen duften in der Sonne und wir freuen uns, ausgerechnet zur Rosenblüte hier zu sein.

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Samstag, 14. Juli 2018

Eines der letzten seiner Art …

Beim “Oberwirt“, dem Gasthaus zur Post im Chieming findet man noch traditionelle bayrische Gasthof-Atmosphäre, während andernorts der öde Bistrolook voll im Modetrend liegt. Man sitzt drinnen und draußen sehr gemütlich. Seit Jahren esse ich hier am liebsten den großen Salatteller mit den drei verschiedenen Chiemseefischfilets. Mein Mann hat sich für Backfisch mit Kartoffelsalat entschieden. Eine gute Wahl.


Foto (s): Brigitte Stolle

Freitag, 13. Juli 2018

Im und um Kloster Seeon herum

Langeweile kommt keine auf beim Besuch der Klosteranlage in Seeon. Auf kleinem Raum wird einiges geboten: Kirchenbesichtigungen - Kunstgenuss - Spazierwege rund um den Seeoner Klostersee - Dauer- und Sonderausstellungen - der Heinrich-Kirchner-Skulpturenrundweg - Restaurant - Einkauf im Klosterstüberl - Kaffee und Kuchen (hier: Aprikosenstrudel) auf der Seeterrasse - ein russisch-orthodoxer Friedhof - viele Ruhepunkte im Grünen …


Foto (s): Brigitte Stolle

Donnerstag, 12. Juli 2018

Heinrich-Kirchner-Skulpturenrundweg bei Kloster Seeon

Der Bildhauer Heinrich Kirchner ist uns in unseren Chiemsee-Urlauben schon oft über den Weg gelaufen. Rund um den Seeoner Klostersee führt der Heinrich-Kirchner-Skulpturenrundweg, der einige Werke von ihm zeigt.

Hilfe, eine Ratte !

 
Jemand hat Kirchners “Mann im Boot” eine Kappe aufgesetzt:

Seeon Kloster Klosterkirche Klostersee Rundweg Umrundung Spaziergang Herbst Oktober Mozart Mozartradweg Mozarteiche Heinrich Kirchner Mann im Boot Naturschutzgebiet Lebensraum Eiszeitsee Niedermoor Kirche St. Maria Herbstfarben Herbstblätter Klostergarten Kräutergarten Foto Brigitte Stolle Oktober 2015
Der Kirchner-Skulpturenweg führt bis Seebruck:

Seebruck Chiemsee Heinrich-Kirchner-Skulpturenweg Foto Brigitte Stolle Oktober 2015Die Werke des Bildhauers Heinrich Kirchner (1902 - 1984), monumentale Bronzefiguren, enthalten häufig religiöse Botschaften. Oft nehmen seine Figuren mit nach oben gestreckten Armen und Händen Kontakt zum Himmel auf. Kirchner liegt auf dem kleinen Friedhof der Fraueninsel begraben. 

Seebruck Chiemsee Heinrich-Kirchner-Skulpturenweg Foto Brigitte Stolle Oktober 2015

Seebruck Chiemsee Heinrich-Kirchner-Skulpturenweg Foto Brigitte Stolle Oktober 2015
Foto (s): Brigitte Stolle

Mittwoch, 11. Juli 2018

Der Tisch ist ein Floß

Jedes Mal, wenn wir an den Chiemsee fahren, sind wir schon vorher ganz neugierig darauf, welche Ausstellung sich das Kloster Seeon dieses Mal für Gäste, Einheimische und Touristen ausgedacht hat und wie das Thema aufbereitet wurde. Bislang sind wir noch nie enttäuscht worden. Das aktuelle Projekt heißt: “Der Tisch ist ein Floß - eine Geschichte in Skulpturen vom Andreas Kuhnlein” und ist von April bis Oktober 2018 täglich zu sehen.

 


Eigentlich haben Murmeltiere auf Skulpturen nichts verloren !!!

 


Foto (s): Brigitte Stolle

Samstag, 7. Juli 2018

O’batzt is

Nach einem langen Ausflugs- und Besichtigungstag haben wir uns einen Obatzten verdient. Auf Bauernbrot, mit Tomaten oder Radieserlsalat schmeckt er unwiderstehlich. In der angemachten Käsemasse darf ein Schlückchen bayrisches Bier nicht fehlen. Und natürlich auch dazu. HIER habe ich vor Jahren in München einen Obatzten und andere bayerische Spezialitäten aus Kunststoff fotografiert. Der unsrige schmeckte weitaus zünftiger :-)


Foto (s): Brigitte Stolle

Freitag, 6. Juli 2018

Tittmoning im Rupertiwinkel

Tittmoning liegt im so genannten “Rupertiwinkel” in Oberbayern. Auch hier gibt es eine Salzachbrücke, die Deutschland mit Österreich (Ostermiehting) verbindet. Über dem großen Stadtplatz von Tittmoning, einer der größten der Region, mit seinen schmucken Häuserfassaden im Inn-Salzach-Stil, prangt die Burg Tittmoning (rund 1150). Wahrzeichen der Stadt ist der Storch. Der Storchenbrunnen auf dem Stadtplatz zeigt Meister Adebar im Kampf mit einer Schlange und steht als (antikes) Symbol für Weiß und Schwarz, Gut und Böse, Vernunft und Leidenschaft, wobei das Gute (Storch) über das Böse (Schlange) siegt. Ein schönes Märchenbild!


Foto (s): Brigitte Stolle

Donnerstag, 5. Juli 2018

Die Salzbachbrücke verbindet Deutschland mit Österreich

Diese Salzachbrücke verbindet Laufen (Deutschland) mit Oberndorf (Österreich). Fertig gestellt wurde die Pylonbrücke im Jahre 1903 unter Kaiser Franz Joseph I.

Wir fahren von Laufen (DE) nach Oberdorf (A) …


… und wieder zurück:


Foto (s): Brigitte Stolle

Mittwoch, 4. Juli 2018

Freundliche Einladung

Rund um den Chiemsee gibt es so viel zu entdecken, zu besuchen, zu besichtigen, dass zwei oder drei Wochen Urlaub niemals ausreichen. Im Siegsdorfer Mammutmuseum waren wir beim letzten Mal und schon ganz oft zuvor … dieses Jahr haben wir es ausfallen lassen. Obwohl es die freundliche Einladung/Aufforderung einem nicht gerade leicht macht, einfach so vorbeizufahren.


Foto (s): Brigitte Stolle